Oh wie schön ist die Pfalz

Heute hatten wir nichts fest geplant. Nachdem wir gestern mit Uwe Acuntius bis halb eins versackt sind, hatten wir keine feste Vorgabe. Das Wetter war super. Um die 25 Grad und sonnig. Dietmar war um acht schon wach (die Stoßdämpfer und Federn haben ihm keine Ruhe gelassen), hat mich aber freundlicherweise bis neun Uhr schlafen gelassen. Dadurch waren wir mit dem Frühstück aber recht früh durch und sind mit dem Fahrrad los. Ziel war das Hambacher Schloss. Vorher ging es hier im Ort zur Storchenscheune. Hier werden verletzte Störche aufgegangen und wenn es ihnen wieder gut geht, werden sie, sofern möglich, ausgewildert. Der Ort hat um die 30 Störche, die hier regelmäßig brüten. Bornheim ist tatsächlich als „Storchendorf“ bekannt. Das hat einen guten Grund: Seit vielen Jahren setzt sich die Aktion Pfalzstorch dafür ein, den Weißstorch in der Pfalz wieder anzusiedeln.Es wurden Nistplattformen gebaut und verletzte oder geschwächte Störche werden in der Storchenscheune gepflegt.Durch die vielen Wiesen, Felder und Feuchtgebiete finden die Störche dort ideale Bedingungen. Deshalb brüten inzwischen jedes Jahr zahlreiche Paare in und um Bornheim.

Direkt am Hof lebt auch einer, den man immer wieder klappern gehört hat. So viele Störche auf einem Haufen haben wir selten gesehen.  

Das Hambacher Schloss lag rund 16 km entfernt und bietet einen tollen Blick über die Pfalz. 

Dort angekommen,  sind wir rund ums Schloss gelaufen und hatten bei tollem Ausblick ein Getränk auf der Terrasse. Das Hambacher Schloss gilt als Wiege der deutschen Demokratie. Beim Hambacher Fest im Jahr 1832 versammelten sich dort rund 30.000 Menschen und forderten Freiheit, Bürgerrechte, Pressefreiheit und die Einheit Deutschlands. Deshalb ist das Schloss bis heute ein wichtiges Symbol für Demokratie und Freiheit in Deutschland.


Wir hatten auf dem Weg eine Sessellift-Anlage gesehen, die lag mehr oder weniger auf dem Rückweg,  so dass wir die auch noch mitgenommen haben. Die Rietburger Burgbahn kostet für die Berg-und Talfahrt 8,50 € pro Person und bringt einen auf 220m hoch. Auch hier der Ausblick toll. Man kann theoretisch einen anderhalbstündigen Rundweg durch den Wildpark unternehmen. Den  sind wir aber nur zum Teil gegangen.  Auf dem Rückweg sind wir noch beim Weingut Anselmann in Edesheim eingekehrt. Hier hatten wir das erste Mal Pfälzer Saumagen. Und er war gut 😋

Gut zufrieden sind wir wieder am Weingut Acuntius angekommen. -Dietmar mit nicht unerheblichen Sonnenbrand an den Waden- und genießen noch einen leckeren Rosé. 

Morgen gehts nach Saarlouis, hier bleiben wir auch ein paar Tage, bevor es nach Frankreich geht.

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